Preisgelder

Dass wir heute nachvollziehen können, wie die Leistungen der Berufsfahrer seinerzeit entlohnt wurden, verdanken wir Fredy Budzinski, dem langjährigen Chefredakteur der "Radwelt". Er listete in den jährlich erscheinenden "Sportalben der Radwelt" die Beträge auf, die die Profis in der abgelaufenen Saison durch Preisgelder erwirtschaftet hatten.

Aus diversen Jahrgängen der Sportalben wurden die in der Tabelle aufgeführten Beträge entnommen. Obwohl die Preisgelder von Walter Rütt damit nur unvollständig dokumentiert werden können, erlauben die Daten zumindest eine Einschätzung, wie vermögend er gewesen ist.

Zur Höhe von Startgagen und Werbeverträgen, die er stets persönlich aushandelte, liegen keine Zahlen vor. Sie dürften jedoch ebenfalls beträchtlich gewesen sein. 

Zu einem Vergleich sei angeführt, dass der Jahresverdienst eines Bergmannes im frühen Zwanzigsten Jahrhundert etwa 1350 Mark und der eines Lokomotivführers etwa 2200 Mark betrug.

Annonce für ein Fliegerrennen in Köln am 21. Juli 1901
Statistik der Preisgelder von Walter Rütt


Die Preisgelder von Walter Rütt / Auszug
alle Geldwerte in Mark
(mit freundlicher Unterstützung von Monika Mischke)