Arsen und Biomalz
Es ist belegt, dass Ärzte schon zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts Experimente an Radrennfahrern durchführten und dabei auch vor der Verabreichung von Arsenic, Antipyrin, Phenacitin und Pyramidon nicht zurückschreckten. 1919 schrieb Fredy Budzinski in einem Artikel zur Problematik:
"Es ist nicht zu leugnen, dass in den ersten amerikanischen Sechstagerennen wiederholt der Versuch gemacht worden ist, den Mangel an Training und an Erfahrung durch Reizmittel zu ersetzen. (...) Unsere Rennfahrer sind längst dahinter gekommen, dass fleißiges Training das beste Doping für sie ist und namentlich die Sechstagefahrer hüten sich vor stark reizenden Mitteln, da sie genau wissen, dass die Reaktion nicht lange auf sich warten lässt."
Der 23jährige Walter Rütt, gezeichnet von den Anstrengungen des New Yorker Sechstagerennens 1906
Die als Sponsoren auftretenden Hersteller von "Kraftnahrung" ließen es sich natürlich nicht entgehen, die außerordentlichen Leistungen der Sechstagefahrer und deren Popularität zur Werbung für ihre Produkte zu nutzen.

