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„In grossen Zügen ist dies eine Schilderung des Lebenslaufes eines Rennfahrers, von dem die Radwelt einmal behauptet hat, Rütt sei so vielseitig begabt als Rennfahrer, dass er in einem Jahre die klassische Fernfahrt Bordeaux - Paris, den Grossen Preis von Paris, die Weltmeisterschaft und das Berliner Sechstage-Rennen gewinnen könne. Bis auf den Sieg in Bordeaux - Paris ist diese Kritik in Erfüllung gegangen: im Jahre 1913, als Rütt bereits 30 Jahre gewesen war und 15 Rennjahre hinter sich hatte.

 

Der alte Haudegen des deutschen Radrennsports  ist gestorben. Diese Nachricht hat die alten Radsportfreunde aufhorchen lassen. Sie gedachten ihrer eigenen Jugend, die mit der des Weltmeisters zusammengefallen war und sie weihten ihm ein ehrendes Gedächtnis. Den Jungen aber führen wir die Laufbahn eines gottbegnadeten Rennfahrers im Bilde vor, unter das wir schreiben müssten:

Gehet hin und tuet desgleichen“

 

Fredy Budzinski

Auszug aus einem Nachruf im Programmheft

des 54. Berliner Sechstagerennens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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"Der Sensemannn blieb uns auch weiter

ein unerbittlicher Begleiter.

Es fielen unter seinem Schnitt

der greise Rütt und Matze Schmidt."

 

Otto-Otto, Jahresrückblick 1964

Nachruf

 

„Walter Rütt war zum Radrennfahrer, wie selten einer, prädestiniert. Er errang die grössten Erfolge auf dem Gebiet des reinen Sprints sowie auch als Sechstagefahrer. Er erkannte darin seine besonderen Fähigkeiten; den Beweis dafür hat er in 26jähriger Rennfahrerlaufbahn voll und ganz erbracht. Man darf behaupten, dass er als Steher oder Strassenfahrer ebenfalls seinen Weg gemacht hätte.“

 

Paul Erdmann

Auszug aus einem Nachruf

im Magazin Radsport

 

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„Rutt was a great sport and well liked everywhere he competed. In Australia, he made many friends by his clean riding and gentlemanly behaviour.“

In the Golden Days

„Walter Rütt, das grosse Vorbild für unsere Jugend, durch seine einmaligen Leistungen nicht nur in Deutschland, sondern in den Radsportlagern der ganzen Welt bekannt und geehrt, hat uns vor einiger Zeit verlassen; der unerbittliche Tod hat ihn uns geraubt. Die Feuerbestattung im Krematorium Wilmersdorf nahm einen würdigen Verlauf. Es war aber äusserst bedauerlich, dass nur die ältere Generation - Radsportler im Alter von 50 bis 88 Jahren - fast restlos vertreten war. Es gab keine Ehrenwache am Sarg, keine geschlossenen Vereinsvertretungen, die jüngere Generation fehlte vollkommen.

 

Wenige Tage nach Rütts Tod erlebten wir auf der Schöneberger Radrennbahn eine Veranstaltung von Hans Preiskeit. Wer nun geglaubt hatte, zu Ehren des grossen, von uns gegangenen Weltmeisters Walter Rütt würde eine Gedenkminute eingelegt und entsprechende Worte an die Zuschauer gerichtet, wurde leider bitter enttäuscht. Wenn das nun schon Hans Preiskeit nicht für nötig hielt, so konnte man wenigstens annehmen, dass der Wettfahrausschussvorsitzende die Initiative ergreifen und das Versäumte nachholen würde, aber auch von dieser Seite wurde die Totenehrung versagt.

 

Am Mittwoch, den 8. Juli, veranstaltete der Landesverband Berlin im BDR einen sogenannten Volksrenntag mit volkstümlichen Preisen. Wir alten Radsportler waren nun der festen Meinung, dass durch eine unbedingt erforderliche Gedenkminute sowie einige kurze und konkrete Worte unseres grossen verstorbenen Meisters gedacht würde, aber auch der BDR hat uns bitter enttäuscht. Zwar mussten die beiden bei den Olympia-Ausscheidungsfahren so erfolgreichen Ebert und Schützeberg eine Ehrenrunde fahren, aber unserem Walter Rütt wurde die letzte Ehrung versagt. Was sich hier Hans Preiskeit und der Landesverband Berlin im BDR geleistet und gedacht haben, ist uns Radsportlern unverständlich und wir können nur sagen und empfehlen: So ehren wir unsere Meister nicht!“

 

Otto Seiler, Berlin

Leserbrief im „Radsport“

Ausgabe vom 4. August 1964

Das Grab von Walter Rütt auf dem Friedhof Steglitz geriet in Vergessenheit und verwilderte. Die schlichte Grabplatte war bald vom Grün überwuchert.

 

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