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Die Walter-Rütt-Halle


Im April 2000 fällte der Rat der Stadt Würselen den einstimmigen Beschluss, einer neu erbauten Sporthalle im Ortsteil Morsbach den Namen "Walter-Rütt-Halle" zu verleihen. Der offizielle Festakt fand am 25. November 2000 statt. Als Initiator der Aktion durfte ich die Laudatio halten, in der ich das Leben des Weltmeisters nachzeichnete.

Meine Ausführungen endeten mit den Worten: "Möge diese Halle stets ein Symbol sein für den unerschütterlichen Glauben an die eigene Leistungskraft, für Bescheidenheit im Erfolg und sportliche Fairness. Mögen die Bürger der Stadt sich beim Gedanken an diese Halle stets ihres grossen Sohnes erinnern, der den Namen Würselen in die Welt hinausgetragen hat."

An der Aussenfront befindet sich unterhalb des Giebels über dem Eingang die Kennzeichnung "Walter-Rütt-Halle", im Foyer wurde eine grüne Tafel angebracht, die auf den Namensgeber und das 100jährige Bestehen des RV Würselen hinweist.

Das Foto zeigt bei der Enthüllung dieser Tafel (von links) Kuno Römers (Ehrenvorsitzende RV 1899 Würselen), Bernd Wagner (Initiator), Werner Breuer (Bürgermeister), Alfred Hammers (1.Vorsitzende RV 1899 Würselen), Gisela Cox (1.Vorsitzende RV 1899 Würselen).
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Wenn ich an die Feierlichkeiten in Würselen zurückdenke, mischt sich in die Freude über diesen Tag immer auch ein bisschen Wehmut. Der Grund dafür ist das Fehlen eines Namens auf der Gästeliste, der dort eigentlich ganz oben hätte stehen müssen: Orla Rytt.

 

Seit Beginn meiner Nachforschungen über Walter Rütt hatte ich immer wieder versucht, Spuren seiner Söhne Oskar und Orla zu finden.  Die mir damals zugänglichen Informationen deuteten darauf hin, dass sich die Beiden in Dänemark niedergelassen hatten.

 

Ich wandte mich deshalb an die Dänische Botschaft in Berlin und bat darum, mir bei der Suche behilflich zu sein. Dass mein Anliegen abgewiesen wurde, erwies sich später als fatal.

 

Im August 2006 kontaktierte mich, motiviert durch einen Besuch meiner Website, Peter Rütt, ein in Dänemark lebender Enkel des Weltmeisters. Bei einem Treffen mit ihm und seiner Frau Ester sowie seiner Schwester Ester Falck erfuhr ich weitere Details aus der Chronik der Familie Rütt.

 

Während Oskar Rütt, nur 52 Jahre alt, bereits 1958 gestorben war, lebte sein Bruder zum Zeitpunkt des Festaktes in Würselen noch.

 

Orla Rütt (*1915) hatte seinen Nachnamen der dänischen Sprachweise angepasst und hiess nun "Rytt". Für den damals 84-jährigen wäre die Feier sicher ein bewegender Moment gewesen. Das Schicksal hat es anders gewollt.

 

Orla Rytt starb im November 2005 im Alter von 89 Jahren.

 

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